Beate Zschäpe in der Bildzeitung: zwischen „Nazi-Braut“ und „Nazi-Killer“. Der Diskurs um Frauen in der extremen Rechte

Am 17. April beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgericht München. Dort wird gerichtlich verhandelt werden, was in der Öffentlichkeit schon seit über einem Jahr Gegenstand von Spekulationen ist: die Verantwortung und Beteiligung von Beate Zschäpe an den rassistischen Morden und Anschlägen der extrem rechten Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU).

Die Referentin hat die Berichterstattung der Bildzeitung über Beate Zschäpe und den NSU in den ersten 10 Tagen ihrer öffentlichen Bekanntheit genauer unter die Lupe genommen. Dabei hat sie sich angeschaut, wem welche Schuld zugesprochen wird und welche Rolle das Geschlecht der Beteiligten dabei spielt. Die Ergebnisse der Untersuchung, die in dem Vortrag vorgestellt werden, beleuchten nicht nur den öffentlichen Diskurs um Frauen in der extremen Rechte und die daran beteiligten sexistischen Stereotype. Sie geben auch Aufschluss darüber, wo die Bildzeitung den Rassismus und Rechtsextremismus, der zu den Taten des NSU geführt hat, in der deutschen Gesellschaft verortet.

Die Referentin hat sich im Laufe ihres politikwissenschaftlichen Studiums vielfach mit der Verhandlung von Geschlecht und Rassismus in den Medien beschäftigt. Im Rahmen eines Praktikums beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung analysierte sie den Diskurs um Frauen in der extremen Rechte am Beispiel Beate
Zschäpes und des NSU.

23. April // Einlass: 19:30, Beginn: 20:00h // Djäzz // Börsenstraße 11, 47051 Duisburg

Eintritt Frei.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Antifaschistischen Campus Initiative der Universität Duisburg-Essen (Acampi) statt und wird vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) unterstützt.

Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus Von seiner Entstehung im späten Mittelalter bis nach Duisburg-Bergheim

Antiziganismus, die Feindschaft gegenüber Sinti und Roma, hat eine lange Kontinuität in Deutschland und Europa. Seit Jahrhunderten erfährt diese Menschengruppe, im Volksmund abwertend „Zigeuner“ genannt, Verachtung und Gewalt, welche in der Vernichtung einer halben Million Sinti und Roma im Nationalsozialismus gipfelte. Auch heute noch ist Antiziganismus aktuell, auch hier vor unserer Haustür in Duisburg.

In einem Vortrag beschreiben zwei eingeladene Gesellschaftswissenschaftler_innen der Universität Bochum und Duisburg/Essen die historische Entwicklung des Antiziganismus in Deutschland und die aktuellen Auswüchse davon in Südosteuropa, von wo die Betroffenen u.a. nach Duisburg fliehen und hier erneut mit antiziganistischen Ressentiments konfrontiert werden.

10. Dezember // Einlass: 19:30, Beginn: 20:00h // Djäzz // Börsenstraße 11, 47051 Duisburg // Flyer

Eintritt Frei.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem ASTA der Universität Duisburg Essen
Untestützt wird die Veranstaltung von der Freien ArbeiterInnen Union Duisburg, Mustermensch e.v. und der Freiraumkampagne Du it Yourself.